Das sollte man bei einer Probefahrt mit einem Gebrauchtwagen wissen

Das sollte man bei einer Probefahrt mit einem Gebrauchtwagen wissen

Vor dem Kauf eines Gebrauchtwagens steht die Probefahrt. Dabei ist aber nicht nur der Fahrer gefragt, auch der Beifahrer sollte Augen und Ohren offenhalten. Dies ist auch schon der erste Rat, den der ADAC für die erste Fahrt mit dem potenziellen neuen Pkw gibt:

"Kaufinteressenten sollten unbedingt einen Beifahrer mitnehmen, der sie unterstützt."

Als erstes ist der einwandfreie technische Zustand zu prüfen. Es gilt, Scheiben, Scheinwerfer und Blinker zu begutachten, ebenso die Reifen. Auch die Gültigkeit der TÜV-Plakette sollte beim ersten Check unter die Lupe genommen werden. Während der Interessent den Wagen von außen auf Herz und Nieren prüft, kann der Beifahrer sich schon mal das Innere vornehmen und zum Beispiel auf den Klang achten. Sind Klopfgeräusche zu hören? Macht die Schaltung unnatürliche Geräusche? Auch die einwandfreie Funktion von Kontrollleuchten, Tacho und Drehzahlmesser kann der Beifahrer testen. Zudem sollte er, so vorhanden, die Klimaanlage einschalten und auf muffige Gerüche achten – diese sind unter Umständen ein Hinweis auf undichte Stellen.

Der Kaufinteressent sollte sich natürlich auch selbst hinters Steuer setzen und zunächst den Motor starten, um sich den Sound anzuhören. Danach sind wichtige Funktionen dran, die bei der ersten Begutachtung oft vergessen werden: Scheibenwischer, Lüftung, Radio, CD-Player und generell alle Schalter im Fahrzeug ausprobieren.

Geht es schließlich zur eigentlichen Probefahrt, sollte der Fahrer das Lenkrad beobachten, um herauszufinden, wie es reagiert und ob es ungewöhnlich vibriert. Die Fahrt sollte zudem nicht nur über gut asphaltierte Straßen, sondern auch mal über schlechtere Wege und enge Kurven führen. So kann man sich am besten ein Bild von den Reaktionen des Autos machen. Ebenfalls überaus wichtig ist der Bremstest: Außerhalb der Stadt sollte man auf etwa 100 Stundenkilometer beschleunigen und dann dosiert immer stärker abbremsen. Dies zeigt, ob der Wagen die Spur hält und ob die Bremsen einwandfrei funktionieren.

Darüber hinaus sollte man nicht nur fahren, sondern auch einparken, um Geräusche hören zu können, die vor allem beim langsamen vor- und zurückfahren zu vernehmen sind. Ist dies alles erledigt, besteht die letzte Amtshandlung darin, einen Blick ins Serviceheft zu werfen. Sinnvoll ist zudem noch ein zusätzlicher Check durch einen Fachmann.


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